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Es gab
immer schon eine große Nachfrage nach Füllmaterialien in der
ästhetischen Chirurgie.
All diese Füllmaterialien werden dazu verwendet, mangelndes
Volumen, wie z.B. an den Lippen, in tiefen Nasolabialfalten
oder den sog. Marionettenfalten, Volumendefiziten über Wangen
oder am Kinn, aufzufüllen und so zu einem jugendlichem Aussehen
zu verhelfen. Die gängingsten Füllmaterialien sind heute
die im Körper selbst vorkommenenden Gewebebestandteile Kollagen
(Zyderm, Zyplast) und Hyaluronsäure (Restylane, Perlane).
Es werden aber auch synthetisches Goretex und Goldfäden
verwendet, sowie Alloderm (fremde Leichenhaut).
All diese Materialien
haben Probleme: das sehr sichere Kollagen hält leider nur 3 Monate,
Restylane hält zwar länger, muß aber auch nach 6 Monaten
wieder durch erneute Injektionen aufgefrischt werden. Synthetische Materialien
wie Goretex hinterlassen häufig Unregelmäßigkeiten unter
der Haut, die man auch noch durch die Haut fühlen kann. Alle permanenten
Füllmaterialien wie z.B. Artecoll oder Goretex, die über keine
eigene Blutversorgung verfügen, können sich chronisch infizieren
oder bilden Granulome.
In den letzten Jahren
ist der Trend, Eigenfett zu unterspritzen. Das Problem bei dieser Methode
ist, dass durch den Vorgang der Fettentnahme und der Aufbereitung mit
anschließender Injektion durch kleinste Kanülen bis zu 80%
des Gewebes zugrunde geht. Der Arzt muß deshalb zunächst
überkorrigieren, da er nicht weiß, wie viel von dem Material
am Leben bleiben wird. Häufige Nachkorrekturen sind die Folge.
Außerdem kommt es durch die zahlreichen Einstiche in das Gewebe
zu einer beträchtlichen Schwellung des Gewebes, die sich erst nach
vielen Wochen vollständig zurückbildet. Erst dann kann man
sehen, wie viel des eingespritzten Fettes tatsächlich überlebt
hat.
In Beverly Hills
ist nun eine Methode der Fetttransplantation entwickelt worden, die
sich LifeFill nennt und in den USA eine große Akzeptanz
findet. Beim sog. LifeFill handelt es sich um 100% vitale, also lebendige
Eigenfetttransplantate. Das Fett wird vom Patienten entnommen und
dann mit einer bestimmten Schnitttechnik unter sterilen Bedingungen
präpariert und dann unter die gewünschten Areale unterfüttert.
In dieser Weise ist menschliches Gewebe bisher noch nicht transplantiert
worden.
Dieses LifeFill wird unter die Areale des Gesichtes gefüttert,
die einer Volumenzunahme bedürfen, wie z. B. dünne
Lippen, tiefe Nasolabialfalten, oder eingefallene Wangen. LifeFill wird
üblicherweise von einem tiefgelegenen Schnitt am Unterbauch entnommen.
Wenn LifeFill erst
einmal platziert wurde, entwickelt es eine eigene Blutversorgung und wächst vollständig ein. Die Ergebnisse sind somit
bleibend. Da das Fett vom Patienten stammt, hat es die gleichen
Oberflächenantigene und wird somit nicht wieder abgestoßen.
Es kann nach Abheilen zu kleinen Unregelmäßigkeiten kommen,
die aber leicht in Lokalanästhesie korrigiert werden können.
Die Abheilung ist relativ rasch, da es anders als bei den Eigenfettinjektionen
kaum zu Schwellung kommt und keine überkorrektur notwendig ist.
In der Regel benötigen die Patienten etwa ein langes Wochenende,
um vollständig abzuheilen und wieder gesellschaftsfähig zu
sein. Dr. Dirk Kremer aus München
setzt heute gerne LifeFill im Rahmen seiner Facelifts und Lidkorrekturen
ein. |